#0015
Serie #0015 | Zierfandler
4 Bilder im Block angeordnet | Auflage: 7+2
Die Weißwein-Rebsorte Zierfandler gehört nicht zu den meist kultivierten Sorten Österreichs, sondern fällt mit einer Anbaufläche von unter hundert Hektar schon eher unter den Begriff Spezialitäten. Das liegt auch daran, dass die spät reifende Sorte als sehr anspruchsvoll gilt und nur in den wärmsten und sonnigsten Lagen seine Qualitäten entwickelt. Der Zierfandler wird fast ausschließlich im Weinbaugebiet Thermenregion kultiviert. Vor allem rund um den Weinbauort Gumpoldskirchen hat er eine traditionsreiche Heimat gefunden, wo er auf auf den berühmten Rieden Mandelhöhe oder Wiege steht, die zu den besten Lagen Österreichs gezählt werden. In Gumpoldskirchen wird der Zierfandler auch gemeinsam mit dem Rotgipfler zum Spätrot-Rotgipfler verschnitten. Die Weine aus dem Zierfandler werden als sehr exaktreich, fruchtig und alterungsfähig beschrieben und entwickeln mitunter auch Noten von exotischen Früchten.
Da der Zierfandler im wesentlichen nur in Österreich von Bedeutung ist, wird er auch als autochtone Rebsorte bezeichnet. Viele Synonyme, wie Cilifai, Cilifan, Cirfandli, Cirifai, Cirifan, Kesoei Piros, Kirmizi Zierfahndler, Nemes Cirfandli, Piros Cirfandli weisen aber auch darauf hin, dass er in den ehemaligen Ländern der Österreich-Ungarischen Monarchie eine gewisse Verbreitung fand. Andere Synonyme wie Roter Reifler, Roter Zierfandler, Rotreifler, Rubiner, Spätrot oder Spätroter hat der Zierfandler der Eigenart zu verdanken, dass sich die Beeren erst bei voller Reife rötlich färben.